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IP2018 congress in Japan: a great success

The symposium in Toyama (Japan), which was held from 1 to 4 October 2018, ended with a new reord: 492 participated.

From October 1st to 4th, 2018, the INTERPRAEVENT International Symposium 2018 in the Pacific Rim was held in Toyama (Japan). Following Matsumoto (2002), Niigata (2006), and Nara (2014), Japan hosted the 4th symposium with 492 participants from 27 countries and regions. It was the largest INTERPRAEVENT symposium held in Japan and one of the largest INTERPRAEVENT congresses ever.

Following the opening addresses by Prof. Yoshiharu Ishikawa, Chairperson of the symposium’s local organizing committee, Mr. Kurt Rohner, Chairperson of INTERPRAEVENT, Mr. Jun-ichi Kurihara, Director General of Sabo Department, Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism, Dr. Masahiro Kaibori, Chairman of the Japan Society of Erosion Control Engineering, Dr. Hubert Heiss, Ambassador of the Embassy of the Republic of Austria in Japan made their greetings. Finally, Mr.Takakazu Ishii, Governor of Toyama Prefecture, gave his strong message concerning Tateyama Sabo which has protected Toyama for a long time.

In the following days, 10 keynote speeches, 30 oral presentations, 115 poster presentations, the panel discussion with 4 panelists and 1 coordinator and excursions were held with the main theme, “Large scale sediment disasters in orogenic zones and countermeasures”. Twelve exhibitions by sponsors and 31 panels by public sectors were shown. The roll-ups for the 50th anniversary of the Interpraevent, a poster of announcement of the IP2020 Bergen and a poster of the we4DRR for gender equality were also shown. 

In the last day, there were comprehensive panel discussions on ways and means to success sustainable development even under the conditions where large scale sediment disasters could occur in orogenic zones by the experts from Italy, Switzerland, Taiwan and Japan. 

On the day between the main sessions, one-day study tours (5 courses) took place. In course 1, participants visited the Tateyama Caldera where the Tateyama Sabo Project has been conducted almost for a century. Participants enjoyed riding on trolley trail for Sabo workers. In course 2, participants visited Tateyama Sabo Museum and sabo facilities along the Joganji River, such as Hongu Sabo dam, which has the largest sediment capacity in Japan. In course 3, participants visited sabo and river facilities along the Kurobe River, which is known to be a very rapid and steep river, to the sea coast. In course 4, participants visited the upper stream areas of the Jinzu River where unstable geo-tectonics and thick volcanic ejecta may cause severe sediment yield. Participants went up to the Mt. Hodaka by funicular line. In course 5, participants visited around touristic places in Toyama, such as the world heritage ”Gokayama Ainokura Gassho-style Village”(steeply-pitched thatched roofs unique to heavy snowy areas),

The participants had chance to see the present state of sediment-related disaster prevention measures in Japan and experienced the Japanese culture and history through these tours.

In the closing ceremony, following the poster award ceremony, the summary and declaration of the symposium, the Toyama Declaration, was presented by Dr. Yoshiharu Ishikawa with emphasizing that the symposium recognized that the results of the symposium strengthen the contribution to the Sendai Framework 2015-2030 and the outstanding universal value of the Tateyama Sabo which has protected the host city for a century.

The upcoming congress INTERPRAEVENT 2020 in Bergen, Norway was announced by Dr. Aart Verhage, Norwegian Water Resources and Energy Directorate. The closing address was given by Dr. Masao Okamoto, Chairman of the Pacific Rim INTERPRAEVENT Committee of Japan.

For further details please visit interpraevent2018.jp!

In Memoriam Prof. Herbert Grubinger †

Univ. Prof.i.R. Dipl.-Ing. DDr. Herbert Grubinger 1922 – 2018
Ein Nachruf

Das Leben von Prof. Herbert Grubinger ging am 16. Juni 2018 zu Ende. Diese Nachricht kam trotz seines schon 96. Lebensjahres völlig unvermittelt und überraschend. Wer ihn kannte und in den letzten Monaten Kontakt hatte, musste den Eindruck gewinnen, dass ihm noch viele Jahre gegönnt sein werden. Interessiert, kritisch, diskussionsfreudig, humorvoll, quirlig und voller Pläne war er bis zuletzt. Um auch heuer auf seinem geliebten Sommersitz in Köstenberg in Kärnten möglichst unabhängig zu sein, war es für ihn selbstverständlich sich noch ein kleines Auto zu kaufen. Es sollte anders kommen …

Herbert Grubinger wurde am 11. September 1922 in Wien – Hernals geboren, wo er auch aufwuchs, die Schulen besuchte und die Matura machte. 1941 begann er sein Studium der Kulturtechnik an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien. Dieses wurde aber durch den Zweiten Weltkrieg und seinen viereinhalbjährigen Militärdienst an der Russischen Front unterbrochen. Diesen überlebte er nach seinen eigenen Aussagen wahrscheinlich nur, weil er schwer verletzt durch eine Granate von der Front abgezogen wurde. Metallsplitter in seinem Körper erinnerten ihn später das ganze Leben lang an den Kriegsdienst. 1945 setzte er sein Studium fort und schloss dieses 1947 als Diplomingenieur ab.

Nach einem Aufenthalt in Salzburg als Mitarbeiter eines Ingenieurbüros sowie als Projektant und Bauleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung bekleidete Herbert Grubinger ab 1950 die Stelle eines Assistenten und wissenschaftlichen Mitarbeiters am Institut für Landwirtschaftliches Ingenieurwesen an der BOKU bei Prof. Julius Kar. Hier begann er die großen Grundwasservorkommen im Marchfeld (rd. 900 km2, östlich von Wien), deren Umfang und Bedeutung zu dieser Zeit noch im Dunklen lag, systematisch zu erforschen. Legendär sind dazu seine Erzählungen, wie er mit dem Fahrrad quer durch das Marchfeld fuhr, Wasserstände aufzeichnete und Wasserproben sammelte, die er abends, noch rechtzeitig ins Labor der BOKU radelnd, zur Analyse bringen musste. Seine hydrologischen Forschungen hat der zeitlebens neugierige Herbert Grubinger durch das Zweitstudium der Geologie an der Universität Wien vertieft. Den Abschlüssen an der BOKU als Dr.rer.nat.techn. und an der Universität Wien als Dr.phil. folgte noch eine Habilitation an der BOKU für „Landwirtschaftlichen Wasserbau und Siedlungswasserbau unter besonderer Berücksichtigung der Ingenieurgeologie“.

Nach einem kurzen Intermezzo als technischer Amtssachverständiger der Obersten Wasserrechtsbehörde im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Wien, bewarb sich Herbert Grubinger um die Stelle eines Professors für Kulturtechnik (Wasserbau) an der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) in Zürich und wurde nach seiner Wahl 1961 Institutsleiter. Damit wurde Zürich für ihn und seine Familie das neue Lebenszentrum. Bis zu seinem Rücktritt im Jahr 1988 bildete er viele Generationen von Wasserbautechnikern in Theorie und Praxis aus. Besondere Anliegen waren Prof. Grubinger nachhaltige Bodenmelioration, naturnaher Wasserbau und die Vorsorge gegen extreme Naturereignisse. In unzähligen Exkursionen, Studienreisen und Diplomkursen hat er seinen Studenten das interdisziplinäre Denken beigebracht und gelernt, dass das Beobachten der gewachsenen und sich langsam oder extrem schnell veränderten Natur wichtiger ist als das Kalkulieren, Berechnen und Theoretisieren. Markenzeichen von Prof. Grubinger an der ETH war sein weißer Labormantel und seine „Mascherln“ (Fliegen), die er statt Krawatten trug. Stolz war er darauf, dass bei seinen Prüfungen kein einziger Student durchgefallen ist, „man kann ja auch bei Prüfungen noch was lernen“. Seine Expertise war nicht nur in der Schweiz und Österreich sondern auch in anderen Teilen der Welt gefragt. Dies führte ihn u.a. auch nach Indien, Indonesien, Tansania, Äthiopien und Argentinien.

Herbert Grubinger war auch während seiner Zeit in der Schweiz immer mit Österreich verbunden und hat auch hier seine Spuren hinterlassen. Ein besonderer Schwerpunkt war von Anfang an das Marchfeld. Er war Leiter des Marchfeldkanalprojektes und nach der Eröffnung und Erstflutung des Marchfeldkanales Leiter des „Interdisziplinären Forschungsschwerpunkt am Marchfeldkanalsystem“ und damit Koordinator vieler Einzelprojekte verschiedener Institute der BOKU, der Technischen Universität Wien und der Universität Wien.

Als Fehlentwicklung schätzte er die Anfang der 1970er Jahre ausgearbeiteten Pläne zur Errichtung eines Donaukraftwerkes in der Wachau, einer der schönsten Tallandschaften Österreichs, ein. Daraus ergab sich ein langjähriges Engagement, das schließlich mit dem Fallenlassen dieser Pläne und in weiterer Folge mit der Aufnahme dieses Donauabschnittes in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes endete. Herbert Grubinger bekam für diesen ehrenamtlichen Einsatz eine hohe Auszeichnung der Republik Österreich, das „Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse“.

Nach verheerenden Hochwässern in den Jahren 1965 und 1966 war auch in Kärnten, dem südlichsten Bundesland Österreichs, die Expertise von Prof. Grubinger dringend gefragt. So wurde er Gründungsmitglied einer für damalige Verhältnisse geradezu revolutionär interdisziplinär besetzten „Forschungsgesellschaft für vorbeugende Hochwasserbekämpfung“, heute Internationale Forschungsgesellschaft INTERPRAEVENT. Herbert Grubinger war in der INTERPRAEVENT Gründungs-, Vorstands- und Ehrenmitglied, er war Mitglied des Wissenschaftlich-Technischen Beirates und hat diesen auch über zwei Perioden hindurch geleitet. Die Internationale Forschungsgesellschaft INTERPRAEVENT hat sich nicht zuletzt durch Aktivitäten von Herbert Grubinger zu dem heutigen renommierten internationalen Netzwerk von Experten zum Umgang mit Naturrisiken entwickelt. Legendär und unheimlich befruchtend waren seine intensiven Diskussionen mit Prof. Aulitzky, dem „Papst“ der Österreichischen Wildbach- und Lawinenverbauung. Herbert Grubinger war immer ein kritischer und moderner Zeitgeist, der Entwicklungen und Trends hinterfragt und auf mögliche Fehlentwicklungen hingewiesen hat. Am 27. April 2018 war Herbert Grubinger anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der INTERPRAEVENT Ehrengast und Festredner, der, wie man es immer von ihm gewohnt war, den anwesenden Ehrengästen, Politikern und Experten überzeugend, nachdrücklich und voller Begeisterung und modernster Interdisziplinarität einen ganzen Rucksack mit Hausaufgaben mitgegeben hat.

Seine über Jahrzehnte gewonnenen Erfahrungen fasste er mit über 90 Lebensjahren noch in seinem Universalwerk „Basiswissen Kulturbautechnik und Landneuordnung“, das 2015 erschien und 700 Seiten stark ist, zusammen. In seinem Vorwort meint er abschließend „Es geht immer darum, einzusehen, dass der Mensch sich nicht im Mittelpunkt seiner Umwelt, sondern sich als Teil einer wunderbaren Mitwelt verstehen muss“.

Es wäre viel zu wenig, Herbert Grubinger auf seine Fachexpertise zu reduzieren. Er war ein vielseitig gebildeter und interessierter, durch und durch humanistisch geprägter Mensch. Sein universelles Wissen, seine liberale Haltung und seine Freude am Diskurs machten ihn zu einem beliebten Gesprächspartner für Alt und Jung in allen Bildungs- und Sozialschichten. Ein besonderes Kennzeichen war neben seiner positiven Lebenseinstellung sein Humor, der ihm, wie er selbst oft betonte, auch schwere Zeiten erträglich machte. Und er konnte auch herzlich über sich selbst lachen. Er scheute aber auch nicht davor zurück, Entwicklungen, die ihn störten, kritisch zu hinterfragen. Zahlreiche Leserbriefe, aber auch viele direkte Kontaktaufnahmen mit zuständigen Politikern zeugen davon.

Viele, sehr viele, die ihn, unseren Prof. Grubinger, unseren Herbert kannten, werden es wohl auch so empfinden, er wird uns fehlen, als Lehrer, als Ideengeber, als kritischer Geist, als Vorbild, als humorvoller Gesprächspartner, vor allem auch als väterlicher Freund. Er hat uns allen sehr viel gegeben, vielen herzlichen Dank dafür.

Fritz Zollinger, Wolfgang Neudorfer, Kurt Rohner 


TRANS-ADAPT synthesis report now online
The synthesis report on the TRANS-ADAPT project is now online available.
Der englischsprachige Synthesebericht des TRANS-ADAPT Projektes steht nun online zur Verfügung.
Interpraevent participated in the project TRANS-ADAPT "Societal transformation and adaptation necessary to manage dynamics in flood hazard and risk mitigation" as an observer.
TRANS-ADAPT is one of the six projects funded by JPI Climate by the joint call on „Societal Transformation in the Face of Climate Change“ aimed to connect scientific disciplines and enable cross-border research with the view to increase the science-practice interaction and supported by 13 European countries. TRANS-ADAPT analysed local community-based initiatives in the policy field of local adaptation strategies to flood risk in four countries. It aimed to describe the processes through which these initiatives are initiated, implemented and maintained, as well as to evaluate their success. The results produced by this project, are presented in the synthesis report. They identify lessons that can assist those planning or working on the implementation of climate change adaptation strategies arising from flood risk in Europe and globally.
You find the report under "service -> publications", or find the direct link for thr PDF download here.

Interpraevent war als Observer in dem Projekt TRANS-ADAPT beteiligt und hat den Synthesebericht veröffentlicht. Sie finden den Bericht als PDF unter dem Menü "Service -> Veröffentlichungen" oder können ihn hier herunterladen.

50 Jahre Interpraevent
 
FESTVERANSTALTUNG 50 JAHRE INTERPRAEVENT 
Großkirchheim, Carinthia, Austria

am 27.April 2018, 11 - 13 Uhr
Veranstaltungssaal “Alte Schmelz” 
Döllach 14a, 9843, Großkirchheim
 
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, den Mitwirkenden und den Rednern, die diese Feier zu einem würdigen Anlass gemacht haben.
 
 

Stand der Technik im Naturgefahren-Ingenieurwesen - 2. Fachtagung


Neues zum Stand der Technik im Naturgefahren-Ingenieurwesen wird bei der 2. Fachtagung für Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft vom 21. bis 23. Februar 2018 auf der Universität für Bodenkultur in Wien vorgestellt.

 

Details zu dieser von der Interpraevent unterstützten Veranstaltung finden Sie in unserem Terminkalender oder hier.


Buch „Die Natur kennt keine Katastrophen“

Das Buch „Die Natur kennt keine Katastrophen“ entstand anlässlich des 13. Kongresses INTERPRAEVENT 2016, welcher in Luzern stattfand. 

The book "Nature knows no catastrophy"  has been published on the occasion of the 13th congress INTERPRAEVENT 2016, which took place in Lucerne, Switzerland.

Das Werk beinhaltet Beiträge von 22 Autorinnen und Autoren, welche sich dem Thema Naturgefahren aus unterschiedlichen Perspektiven widmen – sei dies aus philosophischer, politischer, religiöser oder naturwissenschaftlicher Sicht. Herausgeber sind Gianni Paravicini und Claudio Wiesmann, Projektleiter Naturgefahren, Kanton Luzern. Bestellen kann man das Buch, welches auf deutsch und englisch erschienen ist, hier.
Hier kann man schon mal im Buch blättern.

 

The book consists of contributions from 22 authors who dedicate themselves to the topic natural hazards from different perspectives - such as from a philosophical, political, religious or from a natural-scientific point of view. The editors are Paravicini and Claudio Wiesmann, both project managers in natural hazards engineering at the canton of Lucerne (Switzerland). The book, wich is available in English or German, can be ordered here.

 


13. Kongress in Luzern (Schweiz): ein voller Erfolg

Schutz vor Naturgefahren ist eine gemeinsame Daueraufgabe

Angesichts der Hochwasserereignisse in Deutschland könnte das Thema nicht aktueller sein: Rund 550 Naturgefahren-Experten aus Forschung und Praxis haben sich am internationalen Fachkongress INTERPRAEVENT 2016 in Luzern getroffen und während vier Tagen erörtert, was getan werden kann, um derartige Unglücke möglichst zu vermeiden. Dabei wurde klar, dass der Schutz vor Naturgefahren eine Daueraufgabe ist und angesichts des Klimawandels mit häufigeren und heftigeren Niederschlägen immer wichtiger wird. 

Leider führen es uns die dramatischen Ereignisse der letzten Tage in Süddeutschland wieder vor Augen: Naturgefahren sind allgegenwärtig. Betroffene und Augenzeugen sind sich sicher, dass es Derartiges noch nie gegeben hat.

Was kann getan werden, um solche Unglücke zu vermeiden? Wissenschaft, Ingenieure und Behörden arbeiten seit vielen Jahren an technischen Möglichkeiten, um den Schutz für die Bevölkerung zu gewährleisten. Aber werden wir nun durch den vielfach vorhergesagten Klimawandel überrascht? Der Klimawandel kann nicht alleine für diese Unglücke verantwortlich sein. Wir müssen wissen, dass gängige technische Schutzmaßnahmen (Flussregulierungen, Dämme und Hochwasserrückhalt) auch Grenzen haben und unsere Siedlungstätigkeit immer mehr Raum in Anspruch nimmt. Trotz bester Schutzbauten gibt es immer Restrisiken, welche von jedem potenziell Betroffenen getragen werden müssen.

Vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2016 tagten 550 Naturgefahrenexperten aus insgesamt 19 Nationen in Luzern (Schweiz) beim 13. Interpraevent Kongress. Dieser Kongress ist nicht nur den Wissenschaftlern vorbehalten, er richtet sich auch und vor allem an Ingenieure aus der Praxis sowie Lawinen-, Wildbach- und Hochwasserexperten aus der Verwaltung. Somit jene Menschen, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit dem Schutz vor Naturgefahren beschäftigen. Die Schweiz kann auf Grund ihrer leidvollen praktischen Erfahrungen nach Hochwässern, besonders 2005 mit Milliardenschäden, gute Beispiele für den integralen Schutz vor Naturgefahren präsentieren. Zusätzlich gibt es auch ein in Europa einzigartiges Pflichtversicherungswesen, über welches Elemtarschäden umfassend gedeckt werden.

Die Kongressteilnehmer tauschten sich in Luzern zum Stand des Wissens und zu interdisziplinären Lösungsansätzen aus und diskutierten bei Exkursionen viele individuelle Lösungen für bedarfsorientierte Schutzkonzepte.

Im Resümee waren sich die Vertreter aller Interpraevent Mitglieder einig, dass der Erfahrungsaustausch auf Expertenebene weiter gepflegt werden soll, damit alle aus seltenen Extremereignissen lernen können.

Ein ganz zentrales Ergebnis war auch, dass nach der Erstellung von Gefahrenzonenplänen alle Akteure und Betroffenen in die Umsetzung der Schutzmaßnahmen noch mehr eingebunden werden müssen. Oft werden die Gefahrenzonenpläne von der Bevölkerung erst dann wahrgenommen, wenn einer Widmung eines gefährdeten Grundstücks nicht zugestimmt oder aber die Baubewilligung in einem gefährdeten Gebiet nicht erteilt werden kann. Ins Bewusstsein rückt ein Gefahrenzonenplan leider erst dann, wenn sich die gefährdeten Zonen „bewahrheiten“ und die Natur bei Starkregen oder einem Hochwasser großen Schaden anrichtet oder gar Opfer fordert.

Ganz nach dem Titel des Kongresses „Leben mit Naturgefahren“ müssen die betroffene Bevölkerung und alle Akteure frühzeitig eingebunden werden und vor allem verstehen, dass es keinen absoluten Schutz geben kann. Jeder Einzelne kann sich durch sein persönliches Verhalten bereits vor dem Eintreten eines Hochwassers so gut als möglich vorbereiten.

Das Bewusstsein der Bevölkerung gilt es umso mehr zu schärfen, als dass wir durch den guten Schutz vor Hochwasser durch verschiedene Bauten selten mit Schäden konfrontiert werden und die Gefahr wenig wahrnehmen. Hinzu kommt, dass die schadbringenden Hochwasser seltener aber umso heftiger auftreten - statistisch betrachtet seltener als in einem Menschenleben.

Das internationale Netzwerk von Experten zum Schutz vor Naturgefahren empfiehlt daher, dass:

  • vorhandene Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren optimal gepflegt und instandgehalten werden müssen, um im Fall des Falles zu funktionieren,
  • Naturgefahrenrisiken allen Akteuren und der betroffenen Bevölkerung besser kommuniziert werden,
  • bei vorhandenem Risiko und Restrisiko das eigene Verhalten (Respektieren von Gefahrenzonen und entsprechende Bauweise mit Objektschutzmaßnahmen, Notfallvorsorge) angepasst wird und
  • Einsatzkräfte mit Interventionsplänen ausgestattet sein müssen, um bei Bedarf zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort helfen zu können.

Die Internationale Forschungsgesellschaft Interpraevent wurde 1967 in Kärnten gegründet und hat nach wie vor ihren Sitz in Klagenfurt. Von dort aus werden alle vier Jahre im Alpenraum und alternierend alle vier Jahre in Asien (Japan und Taiwan) die Fachkongresse gemeinsam mit den lokalen Partnern organisiert. Die Interpraevent besteht aus Mitgliedern (Regions-, Landes- und Bundesverwaltung) aus allen Alpenanrainerstaaten, sowie Norwegen, Japan und Taiwan und ist somit das internationale Netzwerk von Experten zum Schutz vor Naturgefahren.

 

Links:


4th World Landslide Forum 2017

Call for abstracts
Until March 31, 2016, you can upload a 400-500 words long abstract about broad topics in the field of landslide disaster risk reduction using the web address: http://www.editorialmanager.com/wlfo/default.aspx

For details about the WLF4 organised by the International Consortium on Landslides (Kyoto, Japan) jointly with the Faculty of Civil and Geodetic Engineering of the University of Ljubljana and the Geological Survey of Slovenia, and to be held in Ljubljana, Slovenia from May 29 to June 2, 2017, please visit the forum web page: www.wlf4.org

13th Congress INTERPRAEVENT 2016

Ankündigung -  die Interpraevent darf mitteilen:
13ter Kongress: 30. Mai - 2. Juni 2016, Luzern (Schweiz)

Announcement - Interpraevent proudly presents:
13th congress: 30 May - 2 June 2016, Lucerne (Switzerland)

Der dreizehnte Kongress der Forschungsgesllschaft INTERPRAEVENT wird vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2016 in Luzern (Schweiz) stattfinden. Für die Organisation zeichnen sich das Bundesamt für Umweltschutz (BAFU) und der Kanton Luzern verantwortlich. Der Kongress fokusiert auf die interdisziplinäre Forschung im integralen Risikomanagement im Bereich Schutz vor Naturgefahren.

Die erste Ankündigung mit den Kongressthemen (viersprachig) finden Sie hier.
Weitere Informationen finden Sie auf http://www.interpraevent2016.ch/

 

The 13th congress of the Research Society INTERPRAEVENT will take place in Lucerne (Switzerland) between 30 May and 2 June 2016. It will be co-organised by the Federal Office for the Environment FOEN and the Canton of Lucerne. The programme will focus on interdisciplinary research on integrated risk management in the field of natural hazards.

The flyer of the first announcement (in four languages) can be downloaded here.
Further information is available under http://www.interpraevent2016.ch/


Stand der Technik im Naturgefahren-Ingenieurwesen


WANN: vom 23. bis 25. April 2014
WO: auf der Universität für Bodenkultur (Exnerhaus), Peter Jordanstraße 82, 1190 Wien

Das detaillierte Programm ist nun online. Weitere Infos finden sich im Veranstaltungskalender.

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14th Congress INTERPRAEVENT 2020
Monday, May 11, 2020
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